The Book of Eli (Filmkritik)
by Fabian on Feb.28, 2010, under Medienkritik, Religion
Ich mag postapokalyptische Filme, die das Bild einer pessimistischen Dystopie einer imaginären Zukunft zeichnen. Aus diesem Grund habe ich mir auch “The Book of Eli” mit Denzel Washington angesehen. Die Handlung ist schnell erzählt. Nach einem Atomkrieg verbrennen die Überlebenden alle verbleibenden Exemplare der Bibel, da sie als Ursache des Krieges angesehen wird. Nur der Protagonist Eli (Danzel Wahsington) hat noch ein Exemplar, welches er nach Westen bringen muss, wie ihm eine innere Stimme aufgetragen hat. Sein Gegenspieler Carnegie (Gary Oldman) will dieses Buch unbedingt in seinen Besitz bringen, da er sie als Quelle grosser Macht ansieht. Und hier liegt auch das Problem des Filmes. Der penetrante, pseudomoralische religiöse Zeigefinger, welcher die Bibel sowie den Glauben zu einem unabdingbaren und unablässigen Element hochstilieren will. Der Film ignoriert die Tatsache, dass die Bibel nur ein Buch bronzezeitlicher Mythen darstellt und insziniert sie hingegen als unverzichtbares Objekt der abendländischen Kultur. Man kann darüber aber auch hinwegsehen. Sofern man sich auf die fiktionalen Prämissen des Filmes einlässt, so kann man auch annehmen, dass sich bei den Bewohnern dieser düsteren Welt eine Legende manifestiert hat, welche die Bibel, aufgrund ihrer rarität, mystifiziert und sie mit einer vor dem “Krieg” nicht dagewesenen Faszination glorifiziert. Man kann nicht abstreiten, dass die Bibel und das Christentum einen wesentlichen Beitrag der westlichen Kultur sind und die Menschheit schon immer (meistens negativ) beeifnlusst haben. Und so kann man auch über den religiösen Makel des Filmes hinwegsehen. Welches Buch wäre denn für die Story eine gute Alternative gewesen? Nüchtern betrachtet ist die Bibel eine logische Wahl. Es hätten den Verlauf der Story nicht beeinflusst, wenn man stattdessen den Koran gewählt hätte. Dass sich der Autor nicht dafür entschieden hat, ist nachvollziehbar.
Somit bleibt zu sagen, dass “The Book of Eli” ein melancholisches Endzeitspektakel mit einigen Actionelementen ist, welches man durchaus ansehen mag. Denzel Washington überzeugt in seiner Rolle als selbstsicherer Einzelkämpfer. Trotzdem bleibt der schale Nebengeschmackt der religiösen Botschaft, die nicht nur durch die Wahl des Buches in den Vordergrund tritt. “Es ist nur ein beschissenes Buch!” wird einmal im Film gesagt. Der Mann hat recht.
number of view: 44Tree of life
by Fabian on Jan.26, 2010, under Wissenschaft
Ich lese gerade Richard Dawkins neues Buch, “The Greates Show on Earth“. Er verweist dabei auf ein geniales Bild, welches ich hier auch posten möchte:
Auf diesem Bild kann man die Texte nicht lesen, aber im Original sieht man es sehr gut. Diese von David M. Hillis, Derrick Zwickl und Robin Gutell von der University of Texas erstellte Grafik zeigt die Verwandschaftsverhältnisse von rund 3000 Lebewesen. Errechnet wurde es durch den Vergleich der DNA dieser verschiedenen Lebewesen. Durch den Vergleich der Ähnlichkeit der DNA kann man sehr gut herausfinden, vor wie langer Zeit sich sich verschiedene Spezies in der Evolution getrennt haben. Ich finde dieses Bild faszinierend, zeigt es doch — obwohl es nur einen Bruchteil aller Arten darstellt — unsere gemeinsamen Wurzeln, die wir mit Mäusen, Insekten, Pflanzen, Bakterien oder Pilzen teilen.
number of view: 69Religion und Urban Legends
by Fabian on Jan.18, 2010, under Religion, Wissenschaft
Religionen und Urban Legends haben vieles gemeinsam. Unter “Urban Legend” versteht mal moderne Legenden. Erfunde Geschichten, die sich durch Hörensagen weiterverbreiten und die von vielen als Tatsache angesehen werden. Doch wenden wir uns zuerst den Religionen zu.
Warum ist ein Mensch religiös? Die Ursache liegt wohl in den meisten Fällen darin, dass die meisten schon als Kinder indoktriniert worden sind. Kinder können noch nicht kritisch hinterfragen. Sie sind darauf angewiesen, zu glauben, was ihnen die Erwachsenen erzählen. Wenn dem Kind noch und noch stets von einem Gott (oder anderem) erzählt wird, verinnerlicht es diese Aussagen so stark, dass es auch als Erwachsener nur noch schwer möglich ist, diese kritisch zu hinterfragen. Es ist so sehr Bestandteil davon, was er zu wissen glaubt, dass es aus seiner Sicht absurd erscheint, dass die Information nicht zutrifft. Dass sich Religion dadurch weiter verbreitet ist offensichtlich. Deswegen ist in islamischen Ländern der Hauptteil der Bevölkerung muslimisch und in christlichen Ländern sind die meisten Einwohner Christen. Nur selten entscheidet sich eine Person in einem islamischen Land dazu, Christ zu werden und umgekehrt.
Dass Kinder auf diese Art von ihren Eltern missbraucht werden — auch wenn nicht in böser Absicht — ist schlimm, umso schlimmer ist, dass dies auch noch vom Staat gedultet wird. Die Krichen fördern dies natürlich breitwillig, z.B. mit Sonntagsschule. Es gibt kein christliches Kind, es gibt kein muslimisches Kind, es gibt nur Kinder eines Christen oder Kinder eines Muslims. Kinder sind viel zu jung, um sich dafür zu entscheiden — ihre Eltern entscheiden das für sie und die Kinder haben keine Möglichkeit, sich zu wehren.
Und hier möchte ich den Übergang zu den Urban Legends machen. Wie Religion gibt es Urban Legends, die von den Eltern den Kindern gelehrt werden, so wie auch Religion weiter vermittelt wird. Und auch hier akzeptieren die Kinder die Urban Legend, ohne sie zu hinterfragen und geben ihr Pseudo-Wissen dann wiederum an ihre eigenen Kinder weiter. Ich spreche hier nicht vom Christkind oder vom Osterhasen. Diese Geschichten glauben die Kinder zwar auch, aber sie werden früh genug darüber aufgeklärt, dass sie nicht stimmen. Bei anderen Urban Legend ist es wie bei den Religionen nicht der Fall. Wovon spreche ich?
Haben nicht die meisten schon mal den Spruch gehört, oder sogar schon selbst gesagt, “Zieh dich warm an, sonst erkältest du dich!” oder “Geh nicht mit nassen Haaren nach draussen, sonst erkältest du dich!”. Dies ist wohl die hartnäckigste und prominenteste Urban Legend. Kälte hat nichts mit einer Erkältung zu tun. Nichts, nada, niente. Falls du, werter Leser, das jetzt nicht glauben kannst, oder eine Welt zusammenbricht aufgrund der Erkenntnis, dass du solange einer falschen Wahrheit aufgesessen bist, bestätigt sich genau das, was ich oben schrieb. Man hat die Dinge so sehr verinnerlicht, dass man keine andere Wahrheit für sich akzeptieren kann. Bei Religion ist es das selbe. Der Unterschied ist aber, dass ich mit wissenschaftlichen Tatsachen meine Behauptung belegen kann, was bei Religonen schwieriger ist. Wenn ich jemanden mit der Tatsache konfrontiere, dass es keinen Gott gibt, wird er es wohl nicht so leicht akzeptieren. Bei der Erkältung ist es einfacher. Schon das Wort ist irreführend. Der korrekte Bezeichnung ist “Grippaler Infekt“. Ein grippaler Infekt wird durch Viren verursacht, wie z.B. auch die Grippe. Und wie die Grippe wird sie durch Tröppfcheninfektion übertragen. Wo keine Viren, da keine Erkältung. Man könnte nackt mit nassen Haaren im Winter durch die Stadt rennen. Man würde vielleicht erfrieren oder verhaftet werden. Aber erkälten würde man sich nicht, sofern man sich nicht irgendwo ansteckt. Dass es in den kälteren Jahreszeiten mehr Fälle gibt als im Sommer, liegt daran, dass die Menschen mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen und auch enger zusammenrücken. Dadurch infiziert man sich eher bei jemandem.
Aus eigener Erfahrung kann ich von einer anderen Urban Legen berichten, die mir seit ich ein kleines Kind war immer erzählt wurde und ich als Tatsache akzeptierte. Erst viele Jahre später wurde mein Weltbild erschüttert, als ich erfuhr, dass sie nicht zutrifft. Und zwar wurde mir als Kind immer gesagt, bei Nasenbluten müsse man den Kopf nach hinten beugen. Logisch, damit das Blut nicht rausläuft. Ich hätte dies nie in Frage gestellt, für mich war das eine weiterverbreitete Tatsache. Als dann mal jemand die Frage stellte, ob man den Kopf nach hinten oder vorne beugen soll, musste ich mir an den selbigen fassen. Was für eine Frage! Natürlich nach Hinten! Wie kann man auch nur so etwas fragen? Ja, aber darauf erfuhr ich, dass mein “Wissen”, welches ich jahrelang als Tatsache akzeptierte, falsch ist. Bei Nasenbluten sollte man unbedingt den Kopf nach vorne beugen und die Nasenflügel zudrücken. Somit gerinnt das Blut schneller und man verhindert, dass Blut in den Magen gelangt.
number of view: 63Gammelfleisch im Sonderangebot
by Fabian on Jan.12, 2010, under Medienkritik
Die Gratiszeitung 20minuten berichtet heute über den “Gammelschinken“, der bei Kontrollen bei Grossmetzgereien zum Vorschein gekommen ist und wie auch andere berichtet haben. In typischer, reisserischer Manie wird hier gross vor dem “Gammelschinken” gewarnt. Wobei Gammelschinken wohl stark übertrieben ist. Wenn man den Artike liest, erkennt man bald, dass es hier nicht um vergammeltes Fleisch geht, sondern um Fleisch mit einer überhöhten Belastung von Keimen. Dies ist natürlich auch weder gesund noch appetitlich, aber hier von Gammelfleisch zu sprechen, ist trotzdem übertrieben.
Doch das beste des Artikels ist eindeutig, was im letzen Satz erwähnt wird:
Fällt ein Betrieb bei künftigen Tests erneut durch, drohen Bussen bis zu 1000 Franken.
1000 Franken? Die armen Betriebe müsste ja Konkurs anmelden bei einer solchen finanziellen Belastung.
Doch die betroffenen Firmen sollten sich nicht zu sehr freuen. Denn das Lebensmittelgesetz sagt etwas leicht anderes:
Mit Busse bis zu 40 000 Franken wird bestraft, wer vorsätzlich:
- a. den Vorschriften über den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln zuwiderhandelt;
…
Gibt es Wunder?
by Fabian on Jan.03, 2010, under Religion, Wissenschaft
Hier eine kurze Diskussion zu obigem Thema.
Und Teil 2:
Es scheint, als wäre der Professor der einzige im ganzen Studio mit Verstand. Das Publikum applaudiert bei jeder dämlichen Bemerkung. Und die gute Frau, die daran glaubt, dass Jesus übers Wasser lief und Wasser in Wein verwandelt hat, glaubt siche auch an sprechende Schlange.
Es ist schon lächerlich, dass solche Geschehnisse, wie sie hier gezeigt werden, gleich als Wunder gelten. Einzelereignisse sind nie repräsentativ. Der Professor sagt korrekt, dass bisher noch nie ein solches “Wunder” passiert ist, das man nicht erklären könne. Gäbe es Wunder, müsste auch mal ab und zu jemandem, der die Beine oder Arme verloren hat, diese wieder nachwachsen. Oder auch nur ein Finger, bei jemandem, der die Finger verloren hat. Aber solche “Wunder” sind noch nie geschehen, da sie biologisch nicht möglich sind. Die in dem Video geschilderten “Wunder” sind alle biologisch erklärbar, dafür braucht es keine übernatürliche Macht.
Verdammt, wir leben jetzt im Jahr 2010! Es ist an der Zeit, dass die Leute mal aufwachen und den Verstand einschalten. Es kann doch nicht sein, dass noch so viele Menschen an irgendwelche Mythen aus der Bronzezeit und übernatürliche Ereignisse glauben.
number of view: 62Wie die Zeit vergeht…
by Fabian on Jan.01, 2010, under Religion, Wissenschaft
Ich bin zufällig auf einen Artikel beim Knopp-Verlag gestossen. Die Aussage des Autos, André Reniez, ist schnell zusammengefasst: Menschen haben oft das Gefühl, dass die Zeit früher schneller verging als in der Gegenwart. Und die Steinzeitmenschen wurden nur um die 30 Jahre alt, während die Menschen in der Bibel mehrere hunder Jahre alt wurden. Der Grund: Es gibt unterschiedliche Zeitdimensionen, in denen der Mensch umherspringt. Diese Zusammenfassung ist vielleicht nicht ganz korrekt, aber es ändert trotzdem nichts daran, dass die Behauptung des Autoren blödsinn ist.
Zuerst mal muss man wissen, was der Knopp-Verlag eigentlich ist. Im Knopp-Verlag können jene Spinner, dessen wirren Ideen von seriösen Verlagshäusern nicht veröffentlicht werden, ihre Bücher publizieren. Nichts ist zu absurd, als dass man es dort nicht finden könnte. Von Verschwörungstheorien, “Paranormales”, Pseudowissenschaften bis zu Wunderheilern ist dort alles zu finden, was das Herzen eines Menschen mit mentaler Beeinträchtigung erfreut. Aber dies nur am Rande, ich will ja über den oben verlinkte Artikel herziehen.
Dass der Autor keine Ahnung hat, offenbart sich schon in der Einleitung:
Zeit ist eine Konstante im menschlichen Leben. Absolut präzise, seit Anfang des Universums gleichförmig und von Menschenhand absolut nicht zu beeinflussen. Eine Sekunde bleibt immer eine Sekunde.
Da hat der Autor wohl eine der wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissen des letzten Jahrhunderts verpasst. Zeit ist mitnichten konstant, sondern relativ. Kurz gesagt:
- Wie schneller sich etwas bewegt, umso langsamer vergeht für das Objekt die Zeit.
- Je grösser die Gravitation, umso langsamer vergeht an diesem Ort die Zeit.
Stellen wir uns zwei Zwilingsbrüder vor. Einer davon steigt in in Raumschiff, das mit 99,9% der Lichtgeschwindigkeit einige Jahre durchs All fliegt. Wenn er zurückkommt, wird er kaum gealtert sein, während sein Bruder auf der Erde vielleicht schon ein Greis ist. Bezüglich der Gravitation kann man sagen, dass z.B. auf dem Gipfel des Mount Everst die Zeit langsamer vergeht als auf Meereshöhe. Die ist zwar nicht spürbar oder sichtbar, aber messbar. In der Praxis hat diese Erkenntnis z.B. Einfluss auf die Funktionsweise von GPS-Geräten. Würde man diese relativistischen Effekte nicht miteinbeziehen, würde GPS nicht funktionieren, die Koordination würden mit enormen Abweichungen errechnet werden.
Aber wieder zurück zum Artikel. Die Grundannahme des Autors ist, dass es mehr als nur eine Zeitdimension gibt. In der Tat ist es so, dass man in der Quantenphysik von 11 oder 12 Raumzeitdimensionen ausgeht. Es handelt sich dabei aber immer um eine Zeitdimension, die anderen sind Raumdimensionen. Die Zeit ist eine Eigenschaft des Raumes. Die Zeit ist eigentlich keine Dimension im eigentlichen Sinne. Man spricht nur deshalb von der vierdimensionalen Raumzeit (eine Zeitdimension plus drei Raumdimensionen), weil aus den oben genannten relativistischen Effekten der Raum (Masse, Gravitation) einen Einfluss auf die Zeit hat. Ein massereiches Objekt verzerrt den Raum und die Zeit. Bildlich kann man sich ein gespanntes Tuch vorstellen, auf das man eine schwere Kugel legt. Das Tuch repräsentiert den Raum, die Kugel z.B. die Sonne. Im Tuch gibt es nun eine “Delle”, der Raum wird verzerrt. Die Zeit wird aber genauso auch verzerrt, deshalb ist es sinnvolll, die Zeit immer miteinzubeziehen, auch wenn die Zeit eigentlich keine Dimension ist. Wenn Physiker von zusätzlichen Dimensionen sprechen, meinen sie stets Raumdimensionen. Diese zusätzlichen Dimensionen ergeben sich aus Berechnungen der Stringtheorie und der Quantengravitation. Wir sehen nur drei Raumdimensionen. Die anderen sind entweder kompaktifiziert, das heisst extrem klein und zusammengerollt oder so gross, dass wir sie nicht sehen können. Der LHC könnte erste Hinweise für diese Dimensionen liefern oder wenigstens Aussagen zu deren Eigenschaften machen. Es gibt die Theorie, dass wir in einer dreidimensionalen Branen leben, die sich in einer hyperdimensionel Bulk befindet. Wenn diesder Fall wäre, könnte man unter Umständen im LHC sogenannte Kalusa-Klein-Teilchen finden. Das sind Teilchen, die sich zwischen den Dimensionen, den Branen, bewegen können. Aber ich weiche schon wieder ab.
Mein Punkt ist, dass die zusätzlichen Dimensionen stets Raumdimensionen und keine Zeitdimensionen sind.
Ich möchte noch auf die Punkte eingehen, die der Autor anführt um die Notwendigkeit für diese angbelich zweite Zeitdimension zu rechtfertigen. Gemäss Ockhams Rassiermesser ist seine Erklärung nicht haltbar.
Subjektives Empfinden
Laut dem Autoren vergeht die Zeit für ältere Leute langsamer als für Junge. Diese Aussage ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Der Grund ist sehr schön in der Wikipedia beschrieben:
Wenn ein ein Tag “altes” Neugeborenes eine Stunde auf seine Mutter wartet, so wartet es bereits ca. 4% seines Lebens. – Wenn ein Einjähriger eine Stunde auf seinen Geburtstag wartet, wartet er 0,01% seines Lebens. – Für einen Zehnjährigen macht eine Stunde nur 0,001% seines Lebens aus… usw.
Hinzu kommt noch, dass man Dinge, die weiter zurückliegen, eher vergisst. Durch das fehlen gewisser Erinnerungen kommt einem die Zeit dann kürzer vor.
Steigendes Durchschnittsalter
Der Autor liefert die plausible Gründe dafür schon selbst. Nicht nur in der Steinzeit war das Durchschnittsalter sehr gering, sogar noch in den 50er Jahren lag das weltweite Durchschnittsalter noch bei rund 23 Jahren, heute liegt es bei 28. Die Lebenserwartung lag in der Steinzeit noch bei run 30 Jahren, heute ist es bei etwa 80. Der Grund ist, wie der Autor richtig schreibt, natürlich an dem enormen Fortschritt bei der Ernährung, Medizin, Hygene und Sicherheit. Der Autor behauptet allerdings auch, dass heutige primitive Völker ebenfalls eine hohe Lebenserwartung hätten. Das mag zuweilen sicher vorkommen. Tatsache ist aber auch, dass die Lebenserwartung in Ländern mit schlechtem Zugang zu Nahrung, Medizin und niedriger Hygene noch immer bei etwa 30-40 Jahren liegt, wie man in dieser Karte erkennt.
Biblisches Alter
Nun, ich halte es nichtmal notwendig, das zu erklären. Die Bibel, das Buch der christlichen Mythologie, behauptet, manche Menschen seien mehrere hunder Jahre alt geworden. Die Bibel ist ein mythologisches Buch aus der Bronzezeit und deshalb in etwa dem selben Masse ernst zu nehmen, wie man die Geschichten aus anderen Mythologien, wie z.B. die Griechische, ernst nimmt. Sie enthält vielleicht spannende Geschichten über Vergewaltigungen, Genozid und Folter, aber es sind eben nur Geschichten.
20 minuten befragt Astrologen über 2010
by Fabian on Jan.01, 2010, under Witziges
20 minuten hat wieder ihre journalistische Kompetenz zur Schau gestellt. Knallhart hat sie recherchiert und Experten über die Zukunft befragt. In dem Artikel, der auch halbseitig in der Printausgabe erschien, präsentieren Astrologen knallharte Vorhersagen für das kommende Jahr.
Es kann im nächsten Jahr zu einer weiteren grösseren Krise kommen.
Und weiter:
Zu Beginn des neuen Jahres ist mit erhöhter Gewaltbereitschaft zu rechnen. Sehr kritisch sind auch die Monate Juni bis August
Und auch ausenpolitisch wissen wir nun genau, was auf uns zukommt:
Die Situation könnte sich sogar noch verschärfen.
Aber natürlich gibt es auch persönliche Ratschläge:
Wer gerne Herausforderungen annimmt, dürfte das nächste Jahr als sehr belebend empfinden.
Ich lasse es mir deshalb nicht nehmen, selbst auch eine Vorhersage zu treffen. Ich habe diese aufgrund der Analyse eines Hundehaufens erstellt. Ich bin ein grosser Exkrementiologe und lese die Zukunft aus Scheisse. Wirklich! (Nicht zu vewechseln mit den Astrologen, die machen aus Scheisse Gold.)
Nun denn, 2010 wird besser als 2009, falls es nicht schlechter wird. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass es gleich bleibt, wie es ist. Ausserdem wird es ein Unglück geben. Es wird viele Tote geben, insbesondere bei denen, die sterben. Wer gerne pupst, wird wohl auch 2010 ab und zu mal furzen, es ist aber nicht auzuschliessen, dass auch manche, die das nicht gerne machen, es trotzdem tun. Auch das Wetter sagen die Sterne bis ins Detail voraus. Ich sehe, dass es einige beschissene, verregnete Tage geben wird. Allerdings gibt es auch einige schöne und warme Tage, besonders im Sommer. Und ich sehe ein paar Gewitter in den Monaten Juli bis September. Teilweise werden sie von Regen begleitet werden.
Aber, liebe leser, ihr müsst natürlich nicht mir alleine vertrauen. Ich habe auch noch einige Experten befragt:
“Die Wirtschaft nimmt wieder mehr Fahrt auf.” (Andreas Äbersold, Berufschauffeur)
“Es kommen ein paar Schweinerein von Prominenten ans Licht.” (Reto Hinteregg, Präsident des regionalen Schweinezüchterverbandes)
“Die USA gelangt erneut ins Fadenkreuz der Terroristen.” (Sepp Meier, Jäger)
“Die Schweiz wird sich an ein paar Sachen mächtig die Finger verbrennen.” (David Leutwyler, Feuerwehrmann)
“Die Schweiz wird ein paar wichtige Dinge verschlafen.” (Daniel Rüeg, Student)
number of view: 172Geiz ist geil — wirklich?
by Fabian on Dec.27, 2009, under Uncategorized
Die Ankunft der deutschen Wettbewerber Aldi und Lidl hat die hiesigen grössen Coop und Migros dazu veranlasst, einen gegenseitigen Preiskampf zu initiieren, welcher zuweilen lächerliche Ausmasse annimmt. Durch Teilzeitarbeit und günstiger Ladeneinrichtung haben es die deutschen Discounter geschafft, relativ günstige Produkte anzubieten. Die in Panik geratenen Grössen sehen sich jetzt dazu veranlasst, einander gegenseitig mit den Preisen zu unterbieten. Scheinbar vergessen geht dabei, dass der Schweizer beim Einkauf andere Prioritäten setzt, als unsere nördlichen Nachbarn.
In erster Linie ist die Erreichbarkeit des Geschäftes das entscheidende Kriterium. Hinzu kommt die Breite des Frischeangebotes. Ausserdem Regionalität und Qualität. Der Preis spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Nicht zu vergessen ist, dass die Ausgaben für Lebensmittel nur noch einen geringen Teil ausmachen. 27,6% des Einkommens gehen schon für Steuern und Grundversicherung weg. Nur 7.1% werden für Lebensmittel ausgegeben, also ein verschwind geringer Anteil.
Doch trotzdem fühlen sich Migros und Coop verpflichetet, sich gegenseitig mit den Preisen zu unterbieten. So wirbt doch Coop damit, im Schnitt 0,9% günstiger zu sein als die Migros. Man halte sich dies mal vor Augen. Wow, 0,9! Unglaublich! Wenn ich also in der Migros für 100 Franken einkaufe, hätte ich 0.90 Fr. sparen können, wenn ich stattdessen zu Coop gegangen wäre. Ich frage mich, ob dies überhaupt jemanden interessiert, ausser eben die zwei beteiligten Firmen.
Diese Tendenz zu immer niedrigen Preisen kann mitunter zu diversen negativen Konsequenzen führen. Coop und Migros sind genossenschaftlich organisiert, somit nicht primär Gewinnorientiert. Die Preisvergünstigungen müssen irgendwie wieder kompensiert werden. Die Leidtragenden werden die Angestellten sein, welche sich mit schlechtern Arbeitsbedingungen und Löhnen abfinden werden müssen. Hinzu kommt ein eventueller Qualitätsverlust der Produkte. Kunstkäse, wie er in Deutschland üblich ist, wird ev. auch in der Schweiz verwendet werden, um nur ein Beispiel zu nennen. Und soziale Projekte, wie das Kulturprozent, müssten ev. auch eingestellt werden.
Kosteneffizienz ist zwar zu begrüssen und ev. besteht auch noch gewissen Einsparungspotential. Aber tiefere Priese dürfen nicht zu jedem Preis durchgesetzt werden. Blinder Aktionsismus ist hier deplatziert.
number of view: 145Da bald Weihnachten ist…
by Fabian on Dec.22, 2009, under Religion, Witziges
Da bald Weihnachten ist, möchte ich mit einem besinnlichen Video nochmals darauf hinweise, was wir eigentlich feiern. Ok, das Video passt wohl besser zu Ostern, aber der Schauspieler ist ja der selbe.
number of view: 79Martina Nolte verklagt Webdienst
by Fabian on Dec.22, 2009, under Uncategorized
Wieder einmal hat jemand eine Chance gewittert, ohne Risiko und Aufwand Geld aufzutreiben. Die Fotojournalistin Martina Nolte verklagt, wie heise berichtet und auch hier gut dargestellt wird, den Online-Service Webblaster. Es handelt sich dabei im Prinzip um einen Browser im Browser, der dann die meisten Wörter auf einer Website mit Links zu gewissen Assoziationen ergänzt. Martina Nolte sieht dabei ihre Rechte verletzt, da dabei auch einer ihrer Artikel so aufbereitet werden kann. Sie sieht hier in irgendeiner abstrusen, verwirrten Weise ihre Rechte verletzt. Wobei ein normaler Mensch wohl nicht sehen kann, wo diese Rechte tangiert sein sollen. Schliesslich machen andere Programme, wie z.B. Google-Translate, etwa das selbe auch. Es zeigt sich somit, dass es ihr nur darum geht, in hinterhältiger Weise auf kosten eines kleinen, unkomerziellen Webseitenbetreibers irgenwie Geld abzugreifen. Wobei dies nicht das erste Mal ist. Offensichtlich ist die Qualität ihrer Arbeit zu schlecht, um davon zu leben, sonst wären wohl solche verzweifelten Massnahmen nicht notwendig.
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